Da war einmal ein Verein, der wollte seiner Heimatstadt ein Denkmal schenken…

Es begann damit, dass schon Ende der 90er Jahre Helmut Kreil mit Rat und Verwaltung ein Denkmal am historischen Ort als Geschenk vereinbart hatte, das an die Entstehungsgeschichte unserer Stadt, an den Königshof erinnert.
Leider wurde das trotz Erinnerungen bei der Planung des Königshofplatzes nicht berücksichtigt und so konnten wir unseren Entwurf eines Kunstwerkes erst präsentieren, als kein Planungsspielraum mehr bestand. Unsere Pläne wurden nach langem hin und her verworfen (siehe auch Text unserer Internetseite).
Wieder war es unser Verein, der nach einem neuen Anlauf 2017 die Schenkung angeboten hat. Es sollte mit einem gemeinsamen beschränkten Ausschreibungsverfahren unter Führung des Arbeitskreises Stadtentwicklung ein Kunstwerk zur Erinnerung an den Königshof als Keimzelle unserer Stadt per Jury-Entscheid ausgewählt werden.
Die Schenkung haben wir an Vorgaben gebunden und Kriterien aufgestellt. Diese Kriterien sowie eine Beteiligung auf „Augenhöhe“ wurde zunehmend in Frage gestellt, das für uns wichtige Element „Wasser“ trotz Kompromissformel herausgestrichen.
Im vorigen Jahr haben wir hier davon berichtet.
Diese Kriterien prüfen zu können, bevor eine Jury entscheidet, in der wir nur zwei von neun Stimmen haben, davon waren wir immer ausgegangen und fanden das als „Geldgeber“ auch angemessen. Unser Verein hat etwa 20 Jahre dafür gespart und möchte dafür nicht irgendein Kunstwerk.
Wir möchten betonen, dass keine Platzierung, sondern nur eine Prüfung der Kriterien gewünscht war.

Im April 2018 haben wir das alles schriftlich geschildert und vorgeschlagen, uns zur Klärung „an einen runden Tisch“ zu setzen.
Darauf haben wir nach 11 Monaten immer noch keine Antwort erhalten, die Arbeitsgruppe ist ohne Abstimmung mit uns stillgelegt.
Es gab weitere Versuche von uns, ins Gespräch zu kommen, waren mehrmals beim Bürgermeister, der Zeit für uns hatte und uns freundlich empfangen hat. Wir konnten im Konsens auseinandergehen, nur leider ohne Erfolg.
Es wurde dann sogar im Rathaus gegen unsere ausdrückliche Erklärung verbreitet, wir wollten oder wären ausgestiegen.
In der Sache ging es nicht weiter.
Zuletzt haben sich die Ratsfraktionen für uns eingesetzt.
An dieser Stelle einen herzlichen Dank dafür. Hat aber leider auch nichts gebracht. Uns wurde das Ergebnis dann nur unakzeptabel eingeschränkt präsentiert, eine freie Prüfung der Kriterien weiter nicht gewährt und die Argumente aus unseren Schreiben ignoriert.

Das Schenken, meine Damen und Herren, liebe Heimatfreunde, ist so eine Sache. Die einen meines es gut, die anderen müssen es wollen. Das haben wir hier an diesem Ort schon einmal zitiert.

Offensichtlich gibt es aber im Rathaus einige, die nicht wollen.
Der Vorstand sieht sich deshalb außerstande, unser Projekt selbst mittel- bis langfristig gegen diesen Widerstand realisieren zu können und hat beschlossen, das Angebot der Schenkung zurückzuziehen.
Schade, für uns alle eine leidige Angelegenheit. Wir bitten aber um Ihr Verständnis.

   
© Aule Mettmanner